Mein Auslandsjahr in den USA – Vorteile, Tipps und Erinnerungen

Was habe ich in den 6 Monaten “Abroad” gemacht?

  • Teil 1: Juli, August – Ferien (Ausflüge in Georgia, Tennessee und Kalifornien)
  • Teil 2: September, Oktober, November und Dezember – Highschool (Sport, Chor und Lernen)

In den USA zur Highschool gehen

In meiner Zeit in den USA bin ich auch auf eine richtige Highschool gegangen. Wie oft in Filmen dargestellt, gab es bei den Schülern viele kleine Grüppchen: Die Sportler, die Alternativen, die Austauschschüler. In meiner internationalen Gruppe habe ich mich sehr wohl gefühlt und viel unternommen. Besonders schön war es auch, Teil eines Sportteams und des Chors zu sein. Zu anderen Schülern Kontakt zu finden, war eigentlich ganz einfach, denn Amerikaner sind grundsätzlich sehr offene Menschen. Trotzdem war ich natürlich vor meinem ersten Tag wahnsinnig aufgeregt und sehr dankbar, dass ich zu diesem Zeitpunkt schon einige Wochen in den USA gelebt und mich ein wenig ins Englische eingefunden hatte. Genau das würde ich Euch für Euren Aufenthalt auch empfehlen. 

Atlanta

Deine Optionen in den USA 

  • informiere Dich zunächst in Deiner Schule wie sie oder Dein Bundesland Auslandsaufenthalte handabt 
  • wenn Du ein Auslandsjahr planst, ist es gut, am Anfang der Oberstufe zu gehen. Dann verpasst Du zwar Stoff, auf den die anderen Jahre aufbauen, er ist aber auch leicht aufzuholen, weil er nicht so anspruchsvoll ist. Außerdem hast Du so genug Gelegenheit, nach Deiner Rückkehr Anschluss an die neue Stufe zu finden 
  • mein Gymnasium hat mir 2 Optionen geboten: Ein halbes Jahr ins Ausland zu gehen und dann im Schuljahr 10.2 ganz normal wider einzusteigen oder ein ganzes Jahr ins Ausland zu gehen und dafür die 10. Klasse zu wiederholen
  • man kann einen Austausch privat planen oder über eine Organisation. Beides hat Vor- und Nachteile:

Private Planung vs. Organisation 

die private Planung

  • wenn Du jemanden kennst (Deine Eltern zum Beispiel mit einer Familie in den USA befreundet sind), kannst Du dir die Familie sozusagen selbst aussuchen, so wie wir das gemacht haben 
  • Du sparst zwar Geld für die Vermittlung durch die Organisation, musst Dich aber völlig alleine um die Organisation einer Highschool kümmern (ohne deren Zusage man kein Visum in der Botschaft beantragen kann und natürlich auch nicht von der Schulpflicht in Deutschland befreit wird)
  • man muss sich besonders darum kümmern, eine Schule in den USA ausfindig zu machen – private und public schools haben da unterschiedliche Aufnahmekriterien (man muss sich besonders darum kümmern, eine Schule in den USA ausfindig zu machen, die per Dekret berechtigt ist, Austauschschüler aus dem Ausland aufzunehmen, was nicht bei allen der Fall ist) 

die Organisation 

  • die Organisation weist Dich einer Gastfamilie in einem beliebigen Bundesstaat der USA zu und kümmert sich um viele Details. Dein Zuhause kann allerdings auf dem Land sein oder in der Stadt, im Westen oder Osten, darauf hat man keinen Einfluss 
  • mit einer Organisation kommt Du leichter an ein Schülervisum, das Du aber auch selbst beantragen musst 
  • dein Aufenthalt wird auf jeden Fall teurer, wenn eine Organisation Deine Planung übernimmt 
Mein neues Zuhause

In den USA Englisch lernen 

Ich bin hauptsächlich in die USA gegangen, um mein Englisch zu verbessern. Das hat auch wunderbar funktioniert, denn als ich nach einem halben Jahr wieder zurück nach Hause kam, konnte ich mich nicht nur fließend in jeder erdenklichen Situation ausdrücken, sondern hatte auch – und das war für mich viel wichtiger – die Angst davor verloren, Englisch zu sprechen. Besonders viel habe ich dabei im engen Kontakt mit meiner amerikanischen Gastfamilie gelernt, die mich bei Bedarf korrigiert hat und die ich ohne Scheu ausfragen konnte. Außerdem hatte ich in der Highschool einen sehr strengen Englischlehrer, in dessen Unterricht wir jede Woche ein Buch lesen mussten. In einem sehr komprimierten Test Freitag morgens wurde dann das Wissen über das Buch abgefragt und aus den Tests setzte sich die Note des Schuljahres zusammen. Für keinen anderen Kurs habe ich so sehr gebüffelt wie für diesen, denn mein Lehrer hatte außerdem die fixe Idee, dass Deutsche ja aus einem viel besseren Schulsystem kommen würden und deswegen bestimmt mehr wissen würden, als seine eigenen Schüler. Durch das stundenlange Lesen und Übersetzen der Bücher (zum Beispiel of Mice and Men von John Steinbeck oder The Count of Monte Cristo von Alexandre Dumas), oft bis tief in die Nacht, habe ich unheimlich viel gelernt. 

Tipps zum Englisch lernen 

  • schreibe Dir Wörter, die Du dir absolut nicht merken kannst auf (Notizbuch, Handy, Blackboard) 
  • lies so viele Bücher, Zeitungsartikel und Texte, wie Du kannst 
  • übersetze oder schlage nicht jedes Wort nach, das Du nicht kennst, sondern versuche, Dir den Sinn zu erschließen. Wenn Du aus Worten gar nicht schlau wirst, schlage sie nach und schreibe die Übersetzung dann in den Text oder in ein Notizbuch 
  • bitte vertraute Menschen, Dein Englisch zu korrigieren. Wichtig ist das vor allem bei Fehlern, die Du ständig wiederholst 
  • lass den Mut nicht zu schnell sinken! Du wirst sehen, nach wenigen Wochen in einer englischen Umgebung wird sich Dein Verständnis, Dein eigenes Sprachgefühl und auch Dein Vokabular schon deutlich verbessert haben – Dein Englisch wird exponentiell besser werden 
New York

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