Pilgern auf dem Jakobsweg – Etappe 12, 13 & 14

Unter dem Motto: Über die Berge.

Etappe 12

Astorga – Foncebadón (27 Kilometer)

Good to know 

  • recht flach, zum ersten Mal etwas hügelig, am Ende steil

Unsere Erfahrung

In Astorga hatten wir einen unserer schönsten Aufenthalte: Vor dem Municipal lagen wir lange im Park in der Sonne und haben einfach nur das Nichtstun genossen. Im Supermarkt haben wir mal wieder Nudeln mit Pesto eingekauft und mit allen anderen gemeinsam gekocht. Dieser Teil des Tages gehört zu meinen liebsten: Die Gemeinschaft ist anders als Zuhause, denn man trifft ausschließlich Gleichgesinnte auf dem Camino. Durch das Kochen kann man seine Kosten sehr gering halten und sich außerdem aussuchen, was man essen möchte. Sehr beliebt sind aber auch die sogenannten “Pilgermenüs“.

Die heutige Etappe führt uns aus der wirklich schönen Stadt Astorga raus bis nach Foncebadón. Die wirklich schöne Strecke vergeht wie im Flug. Besonders die Stadt Doncebadón verzaubert uns durch ihren Charme: Die kleinen Steinhäuser des Dorfes wirken sehr ursprünglich und urig. Zum Glück finden wir im Recht kleinen Municipal mit nur 18 Betten einen Platz und genießen das schönste gemeinschaftliche Abendessen. Das Municipal Domus Dei ist ein DONATIVO. Die Übernachtung und auch das Abendessen und Frühstück kosten nichts, Spenden sind aber sehr erwünscht.

Übernachten in Foncebadón

  • Empfehlung Herberge: Albergue Parroquial Domus Dei (DONATIVO – Spendenbasis)
die Sonne geht auf
eingekehrt

Etappe 13

Foncebadón – Ponferrada (28 Kilometer)

Good to know 

  • etwas hügelig, meist flach

Unsere Erfahrung

Heute war auf jeden Fall meine absolute Lieblingsetappe. Die Strecke zwischen Foncebadón und Pontferrada ist etwas ganz Besonderes: Von etwa 900 Höhenmetern geht es zum höchsten Punkt des Camino Francés, dem Cruz de Fierro. Das kleine Gipfelkreuz ist für viele Pilger ein Highlight und berühmt dafür, dass man einen kleinen Stein aus der Heimat dort ablegt und sich somit eine Last von den Schultern nimmt und sie da lässt. Nach dem Gipfelkreuz geht es Hunderte Höhenmeter bergab.

Dieser Teil der Strecke ist einfach das Größte für mich und ich genieße die vielen Steine, die steilen Abstiege, die Abschnitte im Wald und das schnelle Tempo. Wer Knieprobleme hat, sollte sich auf diesem Teil des Camino eventuell auf Wanderstöcke verlassen, oder sein Tempo anpassen. In Ponferrada angekommen finden wir in einer schönen, großen Municipal Unterschlupf, die über einen großen Garten verfügt. Abends zusammen zu kochen und zu essen, gehört zu meinen schönen Erinnerungen an den Camino.

Übernachten in Pontferrada

  • Empfehlung Herberge: Policia Municipal De Ponferrada (DONATIVO – Spendenbasis)
das Cruz de Fierro
auf dem Weg

Etappe 14

Ponferrada – Villafranca (24 Kilometer)

Good to know 

  • meist flach, etwas hügelig

Unsere Erfahrung
Leider machen wir heute unsere erste negative Erfahrung auf dem Camino, aber das gehört auch dazu. Eventuell schon aus Ponferrada eingeschleppt, aber auf jeden Fall auch in der Herberge in Villafranca gesichtet: Bettwanzen. Natürlich rechnet man mit der Möglichkeit, dass man in einer der vielen Herbergen auf Bettwanzen stoßen könnte, doch wenn man voller roter Punkte abends wieder ins Bett krabbeln muss, ist das noch etwas anderes.

Trotzdem genießen wir den Weg Richtung Villafranca, der noch einmal schnurgeradeaus führt. Das besondere auf diesem Teil der Strecke sind die Weinberge und die sich verändernde Natur: statt Gelbtönen gibt es immer mehr Grüntöne, statt Sonnenblumen Mais und statt Feldern Weinberge. In Villafranca angekommen, checken wir in der Herberge ein, die einst ein altes Kloster war, suchen uns einen Supermarkt und genießen den Rest des Tages.

Übernachten in Villafranca

  • Empfehlung Herberge: das ehemalige Kloster San Nicolas (5,50€)
San Nicolas
kurz vor Villafranca

 

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