Pilgern auf dem Jakobsweg – Etappe 15, 16 & 17

Unter dem Motto: Nur noch eine Woche.

Etappe 15

Villafranca – La Faba (25 Kilometer)

Good to know 

  • erst flach, dann hügelig, am Ende recht steil

Unsere Erfahrung

Auch die heutige Etappe gehört zu einer der Schönsten des Camino. Die Landschaft ist nun endgültig hügelig und saftig grün und die ersten Vorboten Galiziens kündigen sich an: Es gibt dicke Nebelschwaden, Nieselregen und zwischendurch immer wieder prächtigen Sonnenschein. Wieder führt der Weg durch kleine Dörfer, die sehr urig und rustikal sind und trotz der Masse an Pilgern, die jedes Jahr hier durch kommen, sehr authentisch wirken.

Auch gibt es immer mehr Tiere, die zu kleinen Gütern zu gehören scheinen. Esel, Gänse, Hühner, Schafe, Kühe und Ziegen laufen über riesige grüne Weiden und die kleinen Steinhäuser schaffen ein fantastisches Flair. In La Faba angekommen, hilft man uns in der deutschen Herberge, gegen die Bettwanzen anzukämpfen. Netterweise und das auch noch kostenlos, dürfen wir alles, was wir dabei haben waschen und trocknen und bekommen sogar einen einen kleinen Schlafsack. Danke!

Übernachten in La Faba

  • Empfehlung Hostel: Municipal La Faba (5€)
  • es gibt in La Faba nur einen einzigen kleinen Laden
auf dem Weg nach La Faba
die Herberge in La Faba

Etappe 16

La Faba – Triacastela (25 Kilometer)

Good to know 

  • erst recht steil, danach hügelig
  • wunderschöne Berglandschaften

Unsere Erfahrung

Heue geht es erst 5 Kilometer steil bergauf. Auf dem Weg zum Gipfel erreicht man dabei auch den berühmten Grenzstein Galiziens. Der Rest des Weges ist immer wieder recht steil, aber wir wachsen mit der neuen Herausforderung. Kurz nach dem Grenzstein erreichen wir das wunderschöne kleine Bergdorf Pedrafita do Cabreiro, in dem man besonders gut Tintenfisch essen kann. Was mir seit Astorga am besten gefällt, sind definitiv die kleinen Dörfer aus Stein und die Berge.

Auch eins der Highlights unserer Zeit in Spanien sind die Sonnenaufgänge. Meistens stehen wir um 5.45 Uhr auf, verlassen gegen 6.15 die Herberge und wandern im Dunkeln los. Nach etwa eineinhalb Stunden geht hinter uns, denn wir wandern stets nach Westen, die Sonne auf. Wenn man sich umdreht, sieht man, wie die Sonne langsam alles in goldenes Licht taucht. Bis 10 Uhr ist die Temperatur meistens sehr angenehm, bis 12 Uhr wird es dann recht heiß. Bisher hatten wir Glück und jeder Tag war zwischen 25 und 30 Grad warm.

Übernachten in Triacastela

  • Empfehlung Hostel: Municipal Triacastela (6€)
in Triacastela
Galizien

Etappe 17

 Triacastela – Barbadelo (23 Kilometer)

Good to know 

  • immer wieder steil, teilweise auch flach

Unsere Erfahrung

Ich muss mich korrigieren: HEUTE war meine absolute Lieblingsetappe. Zum ersten Mal schien uns nicht ab 8 Uhr die Sonne ins Gesicht, denn der Nebel, der für Galizien berühmt ist, versperrte uns die Sicht auf die Sonnenstrahlen. Der Nebel tauchte alle kleinen Dörfer und Kuhkälber in ein wunderbares mystisches Licht und zauberte eine wirklich einzigartige Atmosphäre. Ich freue mich zwar darauf, in weniger als einer Woche in Santiago anzukommen, aber ich weiß auch, dass dann meine Zeit auf dem Camino vorbei sein wird.

Seit 18 Tagen sind wir in Spanien unterwegs, seit 17 Tagen auf dem Camino Francés. In dieser Zeit hat sich viel verändert. Auch der Wunsch, nicht in Santiago de Compostela aufzuhören. Stattdessen planen wir, bis nach Finisterra – dem “Ende der Welt” – weiter zu pilgern und auf diese Weise das Meer zu Gesicht zu bekommen. Viele Pilger planen etwas ähnliches und so besteht eine hohe Chance, sowohl in Santiago als auch in Finisterra viele bekannte Gesichter wieder zu treffen.

Übernachten in Barbadelo

  • Empfehlung Hostel: Casa Barbadelo (9,50€)
ein Wegzeichen
eine Kirche

 

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